Antrag auf Einschmelzung zurückgestellt: Mehrmonatige Gnadenfrist für das Glockenspiel
Der Kulturausschuss hat den Antrag auf das Einschmelzen des Glockenspiels zurückgestellt. Ein Gutachten soll abgewartet werden. Nur bei einer Sache waren sich alle einig.
Potsdam - Das abgeschaltete und einst für die Garnisonkirche gestiftete Glockenspiel an der Ecke Dortu-/ Yorckstraße erhält noch eine Gnadenfrist. Der Kulturausschuss beschloss am Donnerstagabend, den Antrag der Grünen und der Linken auf Einschmelzen des Geläuts zunächst zurückzustellen. Man wolle erst ein von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) beauftragtes Gutachten zur Geschichte des Glockenspiels abwarten, hieß es zum Beispiel von Sarah Zalfen (SPD). Die Studie soll vom Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) erstellt werden und bis Januar fertig sein, hieß es.
Klettergerüst nicht ausgeschlossen
Zur Sprache kam auch die Forderung der Fraktion Die Andere, dass Glockenspiel zu einem Klettergerüst umzubauen – und daneben eine größere Glocke als Lernort zu belassen. Auch das wurde von einigen Mitgliedern des Ausschusses durchaus als mögliche Lösung gesehen. Doch zunächst soll nun das besagte Gutachten Handlungsempfehlungen geben. Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke) bemerkte aber schon "jetzt eine Einigkeit" im Ausschuss, dass das Geläut so wie es ist "keine Zukunft mehr hat". Allerdings verwahrte sich CDU-Fraktionschefin Anna Lüdcke gegen das Einschmelzen - ihr schwebe eine museale Nutzung vor. Die Abschaltung stellte im Ausschuss niemand infrage. Das Glockenspiel war wegen seinen revanchistischen Inschriften vor rund einem Jahr abgeschaltet worden, unter anderem die Initiative „Mitteschön“ hatte dagegen protestiert.
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