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Sasa Djordjevic ist nicht mehr Trainer der Basketballer des FC Bayern München.
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Update

Paukenschlag beim Spitzenreiter: FC Bayern Basketball feuert überraschend Trainer Sasa Djordjevic

Als Tabellenführer trennt sich der Verein vom Coach. Geschäftsführer Marko Pesic nennt Gründe.

Die Basketballer des FC Bayern München haben sich völlig überraschend von Coach Sasa Djordjevic getrennt. Wie der Bundesliga-Spitzenreiter mitteilte, wurde der Serbe am Donnerstag von seinen Aufgaben als Cheftrainer freigestellt. Die Vorbereitung auf das Bundesligaspiel am Samstag in Oldenburg übernimmt Assistent Emir Mutapcic.

Über eine mögliche Neubesetzung der Position des Chefs werde voraussichtlich in den kommenden Tagen Klarheit herrschen. Der FC Bayern hatte Djordjevic im Sommer 2016 als Nachfolger von Svetislav Pesic verpflichtet. Der heute 50-jährige Serbe war von Panathinaikos Athen an die Isar gewechselt. Sein größter Erfolg mit den Münchnern, die die nationale Dominanz von Brose Bamberg endlich brechen wollen, war der Gewinn des Pokals in diesem Jahr. Es war der erste Pokalerfolg der Bayern nach 50 Jahren.

In der vergangenen Saison waren die Schützlinge von Djordjevic - wie schon so oft zuvor - mit 0:3 im Playoff-Halbfinale an den Bambergern gescheitert. Als „einen Punkt des Neustarts“ hatte Djordjevic das verfrühte Saison-Aus damals bezeichnet. In der Sommerpause rüsteten die Münchner daraufhin ihren Kader weiter auf, unter anderen mit Center und Nationalspieler Maik Zirbes.

Auf nationaler Ebene verlief diese Saison nun eigentlich auch größtenteils glänzend. Selbst international setzten die Münchner Ausrufezeichnen, schieden allerdings vor einer Woche im Halbfinale des Eurocups gegen den türkischen Spitzenklub Darussafaka Istanbul aus. Am vergangenen Wochenende hatten die Münchner in der Bundesliga in eigener Halle 72:91 (34:39) gegen Alba Berlin verloren.

Es soll neue Impulse geben

„Nach den Eindrücken und Entwicklungen, die wir über einen längeren Zeitraum hinweg registriert haben, sind wir jetzt zum Entschluss gekommen, unserem hoch veranlagten Team einen neuen Impuls und Führungsansatz geben zu müssen. Nicht zuletzt wegen unserer Position als Tabellenerster der BBL mag das für Außenstehende überraschend kommen, das ist verständlich. Doch jeder kann davon ausgehen, dass diese nicht einfache Entscheidung nach intensiven Überlegungen aller Beteiligten und Gremien allein im Sinne des Teams und der Ziele unseres ambitionierten Projekts fiel“, wird Geschäftsführer Marko Pesic in der Mitteilung des Vereins zitiert. (dpa)

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